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Astrid Lindgren: Ein Lebensbild

“Ich hab’ ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus.” (Pippi Langstrumpf Lied) Weißt Du noch, welches Buch dich in deiner Kindheit besonders beeindruckt hat? Bei mir waren es neben “Die bärenstarke Anna” auch die vielen Kinder aus Schweden: Pippi, Annika, Tommi, Michel, Madita, Ronja und natürlich die Kinder aus Bullerbü. Hauptsache unangepasst und ein bisschen verrückt. So ein Limonadenbaum im Garten, ein Pferd auf der Veranda, eine Räuberburg oder einfach mal vom Hausdach springen – das klang nach viel Spaß und versprach tolle Abenteuer. Verfilmt wurden die Geschichten auch und die Filme werden immer noch jedes Jahr am Morgen des 24. Dezembers im Fernsehen wiederholt. Bei mir gehört das seit langer Zeit zu den Traditionen an Heilig Abend. Und wer hat sich all die fantastischen Geschichten ausgedacht? Astrid Lindgren natürlich! Als ich also neulich in der Buchhandlung meines Vertrauens war, bin ich an der Biographie Astrid Lindgrens hängen geblieben und musste sie einfach mitnehmen. Bei Biographien achte ich immer darauf wer die Biographie geschrieben hat, denn …

Hygge

Habt ihr schon mal was von Hygge gehört? Nein? Dann möchte ich es euch kurz erklären: es handelt sich um ein Lebenskonzept, das ursprünglich aus Dänemark kommt. Für Hygge gibt es keine direkte deutsche Übersetzung. Aber beschreiben kann man es: es geht darum, das Leben zu genießen, zusammen mit Freunden und Familie. Zufriedenheit, Güte, Ruhe, warmes Licht, Gemütlichkeit sind Stichworte, die “hyggelig” sind. Na, könnt ihr euch vorstellen, was ich meine? Über das Buch: Hygge von Meik Wiking Meik Wiking, CEO des dänischen The Happiness Research Institute, hat mit seinem Buch das Ziel, uns das Hygge-Gefühl näher zu bringen. Bereits der Untertitel verät viel: “Ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht”. Doch einen Selbsthilfe-Ratgeber muss man hier nicht erwarten. Stattdessen erfährt man, welche Faktoren Hygge beeinflussen und ausmachen, was man für ein hyggeliges Zuhause tun kann, dass Hygge nicht teuer sein muss und auch, wie sich Hygge in die verschiedenen Jahreszeiten integriert. Bei Hygge spielt vor allem Licht und ganz besonders Kerzenlicht eine große Rolle. Klar – wenn Kerzen brennen scheint ein Raum gleich viel wärmer …

Toskana

Über das Buch: Toskana von Csaba della Zorza Wenn ich Toskana höre, fällt mir die Altstadt von Florenz ein. Aber auch weite Felder und kleine italienische Dörfer habe ich vor Augen. Dort, wo es noch diese echten italienischen Mammas gibt. Und das gute Essen, dass sie kochen! Csaba della Zorza beschreibt ihre Liebe für die Toskana, ihre Heimat, auf genau diesem Wege: kulinarisch. Sie ist mit einer starken Mutter und Großmutter aufgewachsen und das Essen hatte zuhause stets Priorität. In ihrem ersten Buch Toskana, das seit kurzem auf deutsch erhältlich ist, gibt sie uns nun Familienrezepte mit viel Liebe weiter. Jedes der neun Kapitel beginnt mit einer persönlichen Einleitung der Autorin, in der sie ihre Familie beschreibt, die besondere Beziehung zu dem einen oder anderen Lebensmittel begründet oder einfach nur von der toskanischen Küche schwärmt. Dank der beeindrucken Bilder (sowohl Landschaften, als auch die Rezeptbilder) bekommt man als Leser sofort Lust auf eine Reise nach Italien. Man könnte durch diese kleinen Dörfer fahren, hin und wieder anhalten um Bruschetta, Gnocchi oder Bistecca zu essen, in …

Südlich der Grenze, westlich der Sonne

Wie Ihr schon wisst, waren wir Anfang Juli auf der LitBlog Convention in Köln. Der erste und auch unterhaltsamste Workshop  war für uns ‘Wonach riecht Murakami?’ mit der Übersetzerin Ursula Gräfe und Annette Weber, Lektorin bei DuMont. Warum Murakami neu übersetzt wurde Haruki Murakamis Buch ‘Gefährliche Geliebte’ erschien 2000 das erste Mal in Deutschland und wurde im ‘Literarischen Quartett’ sehr kontrovers besprochen. Sigrid Löffler und Marcel Reich-Ranicki konnten sich einfach nicht einigen, wie sie das Buch nun finden. Vor allem über die romantischen Stellen waren sie uneins – Sigrid Löffler bezeichnet das Buch als ‘literarisches Fast-Food’. Das Video dazu haben wir während des Vortrags in Köln auch angeschaut. Schaut Euch das unbedingt an, es ist wirklich sehr unterhaltsam! Lost in Translation Auch an den Texten gab es im ‘Literarischen Quartett’ etwas auszusetzen, Sigrid Löffler zitiert immer wieder Stellen, die sie als schlechtes Beispiel für literarische Texte ansieht. Das Buch wurde damals aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und 2013 erschien dann die neue Übersetzung von Ursula Gräfe, dieses Mal unter dem Titel ‘Südlich der Grenze, …

Sophia, der Tod und ich

In den letzten Wochen war es still auf unserem Blog, manchmal kommt eben das Leben dazwischen. Aber jetzt starten wir wieder und haben gleich zu Beginn einen lesenswerten Debütroman für euch. Über das Buch: Sophia, der Tod und ich von Thees Uhlmann Thees Uhlmanns Roman (vielleicht kennt ihr ihn als Sänger der Band Tomte?) ist wirklich skuril. Es geht um den Tod, der sich unter dem Namen Morten van Sarg als Mensch ausgibt und der eigentlich nur den Erzähler in sein Reich holen will. Doch Sophia, die Ex-Freundin des Erzählers kommt diesem Plan in die Quere, denn sie klingelt in diesem Moment einfach an der Tür. Es folgt eine Nacht in einer Kneipe und ein Roadtrip, durch den auch noch die Mutter des Erzählers und sein Sohn in die Geschichte eingebunden werden. Außerdem Postkarten, Johnnys Kneipe, einigen Lebensweisheiten, Erinnerungen, Erdbeermarmelade und Kinderzimmerlampen. Der NDR schreibt über das Buch: “Thees Uhlmann hat einen Roman geschrieben wie ein Lieblingsfilm” und dem kann ich mich nur anschließen. Nachdem der Erzähler, Sophia und der Tod einen langen Kneipenabend hinter …