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Astrid Lindgren: Ein Lebensbild

“Ich hab’ ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen dort zum Fenster raus.” (Pippi Langstrumpf Lied)

Weißt Du noch, welches Buch dich in deiner Kindheit besonders beeindruckt hat? Bei mir waren es neben “Die bärenstarke Anna” auch die vielen Kinder aus Schweden: Pippi, Annika, Tommi, Michel, Madita, Ronja und natürlich die Kinder aus Bullerbü. Hauptsache unangepasst und ein bisschen verrückt. So ein Limonadenbaum im Garten, ein Pferd auf der Veranda, eine Räuberburg oder einfach mal vom Hausdach springen – das klang nach viel Spaß und versprach tolle Abenteuer. Verfilmt wurden die Geschichten auch und die Filme werden immer noch jedes Jahr am Morgen des 24. Dezembers im Fernsehen wiederholt. Bei mir gehört das seit langer Zeit zu den Traditionen an Heilig Abend. Und wer hat sich all die fantastischen Geschichten ausgedacht? Astrid Lindgren natürlich!

Als ich also neulich in der Buchhandlung meines Vertrauens war, bin ich an der Biographie Astrid Lindgrens hängen geblieben und musste sie einfach mitnehmen. Bei Biographien achte ich immer darauf wer die Biographie geschrieben hat, denn nur wenn die Biographin die Autorin auch wirklich kennt, entsteht für mich ein authentisches und damit lesenswertes Schriftstück. Astrid Lindgren, ein Lebensbild ist im Oettinger Verlag erschienen und von Margareta Strömstedt geschrieben, die über Jahrzehnte zu Astrid Lindgrens besten Freundinnen zählte.

Die Biographie beleuchtet Lindgrens Leben von den Anfängen bis ins hohe Alter. Die Ideen für ihre Geschichten hat Lindgren oft aus ihrer eigenen, glücklichen Kindheit entnommen und dann an die Kinder aus Småland verliehen. Lindgren wuchs auf einem kleinen Hof in Småland auf, den ihr Vater von der Kirche gepachtet hatte. Astrid und ihre Geschwister konnten immer draußen spielen und die Eltern waren für die damalige Zeit sehr liebevoll. Kein Wunder also, dass Astrid Lindgren immer Kraft aus dieser sorgenfreien Kindheit schöpfen konnte, auch wenn ihr Leben als Erwachsene oft nicht einfach war. So musste sie ihren Sohn zunächst bei Pflegeeltern zurück lassen und verlor ihren Job, als sie ihn besuchen wollte und dabei Arbeitszeit “schwänzen” musste. Sie hatte sehr wenig Geld und sie hat erst spät mit dem Schreiben angefangen.

Die Biographie aus dem Oettinger Verlag ist mit Zitaten aus den Büchern und Illustrationen untermalt, sodass ein schlüssiges und liebenswertes Bild von der Autorin entsteht, die zu den erfolgreichsten Kinderbuchautorinnen der Welt gehört. Und noch ein Fun Fact zum Schluss: Der Oettinger Verlag war auch der erste, der die Bücher von Astrid Lindgren in der Nachkriegszeit auf Deutsch verlegte. In wenigen Ländern sind Astrid Lindgrens Geschichten so erfolgreich, wie in Deutschland. Und was passt besser zu Schweden als Knäckebrot? (Hey, IKEA zählt nicht! Das ist ja schließlich nichts zu essen!) Also auf geht’s!

Selbstgemachtes Knäckebrot 

Wichtig: Der Teig muss 8 (gerne auch 10 oder 12 Stunden) gehen. Plant also genug Zeit ein!

Für 8 Fladen:

  • 5 g Hefe
  • 50 g Honig
  • 175 g Milch
  • 150 g Dinkelmehl
  • 150 g Weizenmehl
  • 6 g Salz

Mischt alle Zutaten untereinander, das geht natürlich auch mit der Küchenmaschine. Deckt die Schüssel ab und stellt sie an einen warmen Ort zum Gehen. Ich habe meinen Teig zuerst 10 Stunden auf der warmen Fensterbank und dann, um den Gärungsprozess zu verlangsamen, in den Kühlschrank gestellt. Ich habe den Teig bereits mittags gemacht und dann den “Kühlschrank-Tipp” angewandt, da ich nicht mitten in der Nacht backen wollte.

Wenn der Teig gegangen ist, heizt den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vor, bevor ihr weitermacht. Der Backofen muss vollständig aufgeheizt sein, wenn ihr das Brot backen möchtet. Anschließend teilt ihr den Teig in 8 gleichgroße Kugeln. Bei mir war der Teig nach dem Gehen (vermutlich durch den Aufenthalt im Kühlschrank) noch sehr klebrig und ich musste ihn kräftig kneten und mit viel Mehl bestäuben, bis ich die Kugeln drehen konnte.

Anschließend wellt ihr den Teig zu dünnen Fladen aus. Ihr könnt sie entweder direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen oder ihr legt sie auf einen Brotstein. Ich habe sogar ein Pizzatablett verwendet. Aber unter uns: Ich habe keinen Unterschied zwischen den beiden Methoden feststellen können. Der Teig geht dann ziemlich auf:

img_1368

Backt die Knäckebrote ca. 10 (sogar bis zu 15) Minuten bis sie goldbraun sind und lasst sie gut auskühlen. Smaklig måltid!

(Das Originalrezept ist aus dem fantastischen Backbuch namens Brot, Brot, Brot von Martin Johansson (S. 136). Allerdings habe ich die Mehlsorten und den Anteil an Honig leicht abgewandelt. Ich möchte mich in nächster Zeit öfters an Brot versuchen und das Backbuch ist wirklich super und auch für Anfänger geeignet.)

Margareta Strömstedt: Astrid Lindgren – Ein Lebensbild
ISBN:978-3-8415-0146-2

 
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