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Meinen Hass bekommt ihr nicht

Über das Buch: Meinen Hass bekommt ihr nicht von Antoine Leiris

So einen Schicksalsschlag überlebt man nicht. Denkt man. Im ersten Moment, in den ersten Tagen und Wochen. Und doch muss es weitergehen. Irgendwie. Zutiefst berührt hinterlässt mich Antoine Leiris Bericht über die erste Zeit nachdem er seine Frau und die Mutter seines Sohnes Melvil am 13. November 2015 verloren hat. Der 13. November 2015, gestern jährte er sich zum ersten Mal und mit ihm die Terroranschläge an verschiedenen Orten in Paris. Leiris’ Frau Hélène war an jenem Abend zu Gast im Konzertsaal Le Bataclan und kam nicht mehr nach Hause. In jeder Zeile nimmt man als Leser die Verzweiflung des Autors wahr, das Suchen nach einer Erklärung, der Versuch des Weitermachens, wenn auch nur für den Sohn. Wie erklärt man einem Einjährigen, dass seine Mutter gestorben ist?

Meinen Hass bekommt ihr nicht

Mit einem offenen Brief, der denselben Titel trägt wie das Buch, wandte sich Leiris letztes Jahr über Facebook an die Öffentlichkeit. Mit seinen Worten, die nicht nur Trauer ausdrücken sondern auch Hoffnung, erreichte er Millionen Menschen. Er verweigert den Terroristen seinen Hass und auch den seines Sohnes. “Auch wenn ihr es darauf angelegt habt; auf den Hass mit Wut zu antworten würde bedeuten, derselben Ignoranz nachzugeben, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. (…) Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen der Welt. Ich will euch jetzt keine Zeit mehr opfern, ich muss mich um Melvil kümmern, der gerade aus seinem Mittagschlaf aufgewacht ist. Er ist gerade mal siebzehn Monate alt; er wird seinen Nachmittagssnack essen wie jeden Tag, dann werden wir wie jeden Tag zusammen spielen, und sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge euch beleidigen, weil er glücklich und frei ist. Denn nein, auch seinen Hass bekommt ihr nicht.” (S. 59-61)

Kübis Maronen Pssta

Das passende Rezept: Kürbis-Maroni-Pasta

Antoine Leiris’ Buch ist alles andere als leichte Kost. Man wird erschüttert durch diesen Bericht und traurig. Da ist ein (herz-)erwärmendes Essen eine große Hilfe. Zum Beispiel diese Kürbis-Maroni-Pasta.

Kübis Maronen Pssta

Zutaten (für 2-3 Personen)

1/2 Zwiebel, gewürfelt
1/2 Hokkaido-Kürbis, gewürfelt
200g Maronen, gekocht (aus dem Supermarkt)
200ml Sojasahne
100ml Gemüsebrühe
Kokosöl
300-400g Tagliatelle
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Kürbiskernöl

Zunächst Wasser für die Pasta in einem großen Topf zum Kochen bringen und die Tagliatelle nach Packungsanweisung kochen. 2 EL Kokosöl in einer großen Pfanne oder Wok erhitzen und die Zwiebeln anschwitzen. Die Kürbiswürfel zugeben und einige Minuten anbraten. Wenn die Kürbiswürfel noch ein bisschen Biss haben, die Maronen zugeben und kurz mit anbraten. Dann mit Sojasahne und Gemüsebrühe aufgießen. Kurz aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die fertige Pasta in die Pfanne geben und unterheben. Auf Tellern anrichten und mit ein paar Tropfen Kürbisöl finalisieren. Lasst es euch schmecken!

Kübis Maronen Pssta
Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht
ISBN: 978-3-7645-0602-5

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