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Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

Eigentlich ist Shelly King’s Debütroman eine Art Selbstfindungstrip. Und vermutlich stecken auch einige Erfahrungen der Autorin selbst in der Geschichte, schließlich arbeitet sie als Social Media Managerin im Silicon Valley. Aber der Reihe nach – es geht um Maggie, deren gut bezahlter Job in einem Internet-Startup in Mountain View, Kalifornien, gerade nach Indien ausgesourct wurde. Sie hat Bibliothekswesen studiert und steht nun also ohne Arbeit da. Deshalb sucht sie Trost im Dragonfly, einem modernen Antiquariat voll von gebrauchten Büchern, das von ihrem Vermieter Hugo geführt wird.  Ihre Mutter hätte gerne, dass sie zurück in die Südstaaten-Heimat kommt, ihr bester Freund versucht, ihr einen neuen Job zu besorgen, doch Maggie macht nichts anderes, als einen Schnulzenroman nach dem anderen im Dragonfly zu lesen. Ihr bester Freund schafft es schließlich, sie in den Lesezirkel einer erfolgreichen Silicon-Valley-Investorin zu bringen, wo gerade Lady Chatterfly von D.H. Lawrence besprochen wird. Zunächst etwas lustlos gerät Maggie schnell in die Fänge des Romans, allerdings nicht wegen der Erzählung, sondern wegen kleinen romantischen Nachrichten, die ein gewisser Henry und eine gewisse Catherine sich 1961 im Wechsel in diese Ausgabe von Lady Chatterfly geschrieben haben. Und dann tritt auch noch Rajhit in ihr Leben, der sich als Fahrradmonteur betätigt.

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Ob Maggie ihr Happy End findet – und wenn ja, ob dieses im Silicon Valley oder ganz woanders ist, war nett zu lesen. Mir ist das Buch ehrlich gesagt wegen seinem schönen Cover in einer Buchhandlung ins Auge gesprungen. Man merkt dem Roman ein wenig das Debüt an, Maggie ist mir persönlich ein wenig zu wehmütig, jedoch erzählt Shelly King eine wirklich schöne Geschichte rund um eine Buchliebhaberin und ihr Leben, das sie neu ordnen muss. Der erste Satz des Buches lautet: “Bücher verändern das Leben eines Menschen nicht, zumindest nicht, wie man im Allgemeinen glaubt.” (S.9) und es ist spannend, mitzuverfolgen, warum Maggie dieser Meinung ist. Zudem ist das Dragonfly wunderschön beschrieben und macht Lust, im nächstbesten Buchladen zu stöbern.

Hugo ist übrigens ein leidenschaftlicher Koch und verköstigt eines Tages Maggie und Jason, der ebenfalls im Dragonfly arbeitet mit leckeren kleinen Quiches mit Speck und roter Paprika und Himbeerscones. Da wir ein Rezept für Scones ja schon hier auf dem Blog haben, gibt es heute Himbeermuffins!

DSC_0252Zutaten für ca. 18 Muffins

150g türkischer Joghurt
100g Butter
400g Mehl
2TL Backpulver
1 TL Vanillezucker
2 große Eier
125g Zucker
200g Himbeeren (ich habe TK-Beeren verwendet)

Für die Streusel:

80g Butter
40g (Vanille-)Zucker
50g Mehl
30g Haferflocken

Zunächst die Streusel vorbereiten. Dafür die Butter schmelzen und die anderen Zutaten zufügen. Mischen und in den Kühlschrank stellen.

Dann den Ofen auf 200 Grad (180 Grad Umluft) vorheizen. Für den Muffinteig Mehl, Backpulver und Vanillezucker mischen. Die Eier mit dem Zucker zu einer cremigen Masse schlagen. Nun zuerst den Joghurt zur Zucker-Ei-Masse geben und unterrühren. Dann die weiche Margarine und die Mehlmischung abwechselnd zugeben und verrühren. Zum Schluss die Beeren leicht unterheben. Die Muffinform mit Papierförmchen auskleiden und zu ca. 2/3 füllen. Jeweils ein paar Streusel daraufgeben und 20-25 Minuten backen.

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Shelly King: Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich
ISBN: 978-3-463-40656-5

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