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A Modern Way to Eat

Anna Jones ist Köchin, Foodstylistin und -genau wie wir- Foodbloggerin. Auf ihrem Blog präsentiert die Britin, die ihr Handwerk bei Jamie Oliver gelernt hat, regelmäßig leckere Rezepte. Nun sind ihre Ideen gesammelt in ihrem ersten eigenen Kochbuch auf Deutsch erschienen, in Großbritannien bereits im letzten Jahr. Und Jamie Oliver selbst schreibt im Vorwort, dass Anna zeigt, “wie man Gemüse feiert – etwas, das wir alle tun sollten.” (S.7).

Neben “fertigen” Rezepten liefert die Autorin auch einige Anregungen zum selbermachen und weiterdenken. Beispielsweise zeigt sie auf, wie ihre Rezepte zusammengestellt werden, wie man einen richtig guten Salat macht und welche Ideen es für schnelle Sandwiches gibt, welche Körner uns welche Nährstoffe liefern und zehn Ideen für Avocado auf Toast. Das Buch ist wirklich wunderschön anzuschauen und bei den Rezeptfotos bekommt man wirklich Hunger und Lust aufs Ausprobieren. Die Beschreibungen sind genau und Schritt für Schritt notiert, sodass eigentlich nichts schief gehen kann. Dazu kommt, dass A Modern Way to Eat das erste Buch weltweit ist, dass auf Apfelpapier gedruckt wurde – umweltfreundlich und vollkommen biologisch abbaubar. Daumen hoch dafür!

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Die Ansprüche, die Anna an ihre vegetarischen und veganen Rezepte hat, sind nicht gerade klein. Sie verspricht, dass das Essen nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch dass es ohne Völlegefühl satt macht, dass es den eigenen ökologischen Fußabdruck auf unserem Planeten verkleinert, dass es schnell und einfach zubereitet ist, nicht die Welt kostet und außerdem Familie und Freunde beeindruckt.

Anhand des folgenden Rezeptes wollen wir mal überprüfen, ob diese Ansprüche tatsächlich erfüllt werden: Zucchini-Polpette mit Minze und Pistazienpesto

DSC_0214 (2)Zutaten für 4 Personen

250g gekochte Puy-Linsen (oder 400g Puy-Linsen aus der Dose, abgetropft)
2 Zucchini
100g Semmelbrösel
125g Ricotta
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
40g Pecorino oder Parmesan
1 roter Chili, gehackt, oder 1 Prise Chiliflocken
1 Stängel Petersilie, Blätter abgezupft und grob gehackt
1 Bund Minze, Blätter abgezupft und grob gehackt
Olivenöl

Für das Pistazienpesto:
1 Handvoll Pistazienkerne (40g)
1 kleines Bund Basilikum, Blätter abgezupft
4EL Olivenöl
Saft von 1/2 Zitrone
1 Handvoll geriebener Pecorino (nach Belieben)
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

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Die Linsen in den Mixbehälter der Küchenmaschine füllen und mehrmals den Intervallschalter betätigen, um ein grobes Püree zu erhalten. In eine Schüssel umfüllen, die Zucchini dazuraspeln, dann alle anderen Polpette-Zutaten hinzufügen (nur die Hälfte der Minze für später aufbewahren) und gut verkneten. Salz und Pfeffer zugeben – hier ist kräftiges Würzen angesagt. Etwa 20 Minuten ziehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 220°C (200° C Umluft/Gas Stufe 7) vorheizen.

Die Masse in vier Portionen teilen und aus jeder Portion sechs kleine Kugeln formen. Die 24 Kugeln auf ein Backblech legen und großzügig mit Olivenöl beträufeln. Im heißen Ofen garen, bis sie knusprig goldbraun gebacken sind.

Inzwischen alle Pestozutaten sowie die übrige Minze in den Mixbehälter der Küchenmaschine geben. 2 Esslöffel Wasser hinzufügen und alles zu einer stückigen Paste pürieren. Probieren und nach Bedarf mit Zitrone, Salz und Pfeffer und, falls verwendet, mit Pecorino abschmecken.

Die Polpette aus dem Ofen nehmen. Für eine sättigende Mahlzeit auf einem Berg Quinoa anrichten, mit einer ordentlichen Portion Pesto beträufeln und mit etwas Grünzeug servieren.

Statt Quinoa habe ich die Polpette auf Risoni-Pasta serviert. Wie auf den Fotos zu sehen, sind sie nicht so kugelrund geworden wie im Rezept, aber eines waren sie wirklich: köstlich! Sie haben auch wirklich satt gemacht und waren schnell zubereitet. Allerdings benötigt man natürlich einige Kräuter – wenn man die nicht zuhause hat, ist das nicht ganz günstig. Ob es Freunde und Familie beeindruckt hat? Es gab sowohl skeptische, als auch begeisterte Stimmen, aber ich selbst fand sie wirklich lecker :)

Und weil nach dem Abendessen noch welche übrig waren, gab es am nächsten Mittag Polpette-Burger mit Pesto, Joghurt-Zitronendip, Gurke, Tomate und Frühlingszwiebel zwischen zwei Scheiben Bauernbrot.

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Vielen Dank an den Mosaik Verlag / Verlagsgruppe Randomhouse für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Unsere eigene Meinung zu dem Buch bleibt davon unberührt.

Anna Jones: A Mondern Way to Eat
ISBN: 978-3-442-39286-5

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