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Der Elefant, der das Glück vergaß

Ajahn Brahm, der in London geboren wurde, in Cambridge Physik studiert hat und inzwischen in Australien als buddhistischer Mönch praktiziert, liefert dem Leser in seinem Buch viele kleine Portionen Glück. Es ist eine Sammlung von kleinen Geschichten und Erzählungen, die ihm selbst passiert sind oder die er von Lehrern oder Freunden erfahren hat. Der Untertitel des Buchs (“Buddhistische Geschichten, um Freude in jedem Moment zu finden”) passt meiner Meinung sehr gut, denn man darf kein buddhistisches Lehrbuch erwarten, keine Anleitung zu tiefer Meditation und keine Lebenshilfe in tiefgreifenden Lebenskrisen. Jedoch haben Brahm’s Geschichten, die meistens nicht mehr als zwei oder drei Seiten lang sind, mich sehr oft zum grinsen und schmunzeln gebracht und mir damit einen Moment Glück geschenkt.

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Der kurze Text “Jeden Morgen zwanzig Push-Ups” ist dafür ein gutes Beispiel: Ajahn Brahm beschreibt darin ein einfaches Trainingsprogramm zur Entwicklung gesunder Emotionen. Dazu stellt man sich vor den Badezimmerspiegel, die Füße knapp schulterbreit auseinander. Man atmet drei- oder viermal tief ein und hebt die Arme so an, dass sich die Hände auf der Höhe des Gesichts befinden. Nun legt man die Zeigefinger rechts und links an die Mundwinkel. Dann schaut man in den Spiegel und zieht die Mundwinkel hoch. Eins! Nun die Mundwinkel in seine normale Elendsmiene zurückgleiten lassen und dann erneut nach oben ziehen. Zwei! Drei! … und so weiter. Zwanzigmaliges Wiederholen sorgt dafür, dass man über sich selbst lachen muss und die Muskulatur um die Mundwinkel so intensiv trainiert, dass man auf Dauer leichter über das Leben lachen und ein Lächeln viel länger aufrecht erhalten kann. (S.144-145)

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Buddhistische Mönche sind übrigens auf Essensspenden ihrer Anhänger angewiesen, Ajahn Brahm hat hier aufgeschrieben, dass sie kein eigenes Essen anbauen oder kaufen dürfen. Deshalb gibt es heute eines der besten Rezepte für ein entspanntes Frühstück, das bestimmt auch buddhistischen Mönchen schmeckt und dass man sehr gut verschenken (spenden!) kann: selbstgemachtes, gebackenes Crunchy-Müsli. Eine perfekte Ergänzung zu den zwanzig Push-ups am Morgen! Dabei muss gleich gesagt werden, dass ihr die Zutaten nach Geschmack abändern könnt! Statt Kürbiskernen z.B. Sonnenblumen-, Pinienkerne, Walnüsse oder Mandeln, statt der Cranberries Rosinen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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Für ein Backblech, ca. 400g Müsli

250g Haferflocken (ich nehme gern die 5-Korn-Flocken von Alnatura)
75g Kürbiskerne
je eine Handvoll Leinsamen, gepuffter Amaranth und Cranberries
1/2 TL Salz
4EL Olivenöl
3EL Honig
4 EL Agavendicksaft

Den Backofen auf 140 Grad vorheizen. Die trockenen Zutaten vermischen. Das Olivenöl mit Honig, Agavendicksaft und Salz verrühren und über die trockenen Zutaten geben. Gut vermengen, die Masse sollte feucht sein. Wer es süßer mag, kann auch mehr Honig/Agavendicksaft zugeben. Nun die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und leicht festdrücken. In den Ofen geben und 20-25 Minuten backen. Währenddessen immer wieder mit einem Löffel auflockern, am Rand wird das Müsli schneller braun als in der Mitte! Wenn es goldbraun ist, aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Dann in ein luftdichtes Gefäß geben. Servieren kann man es zum Beispiel mit Joghurt, Milch, Quark und Früchten. Meine Version ist mit Joghurt, Pfirsisch, Nektarine, Chia und Hanfsamen.

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Ajahn Brahm: Der Elefant, der das Glück vergaß
ISBN: 978-3-7787-8251-4



Danke an Randomhouse für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Unsere eigene Meinung zu dem Buch bleibt davon unberührt.

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