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Der Distelfink

Zugegeben, es hat etwas länger gedauert, Donna Tartt’s Distelfink zu hören. Ein Hörbuch von 33 Stunden und 25 Minuten braucht eben seine Zeit. Doch gelohnt hat es sich allemal. Den 13jährigen Theo Decker zehn Jahre seines Lebens zu begleiten ist geprägt von traurigen Erlebnissen, spannenden Wendungen, unerwiderter Liebe und tragischen Entscheidungen.

Theo Decker verliert durch einen Terroranschlag auf ein Museum in New York seine Mutter und ist seit jenem Tag unrechtmäßiger Besitzer des Kunstwerks “Der Distelfink” des niederländischen Malers Carel Fabritius. Zum einen verbindet ihn das Bild, das nur etwa Din-A4 groß ist, mit seiner kunstliebenden Mutter, zum anderen ist es eine ständige Last, die ihn durch sein Leben begleitet. Im Verlauf der Jahre trifft er Entscheidungen, die ihn immer weiter vom rechten Weg abbringen und das Gemälde, “das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt …” (Goldmann Verlag).

Als wir letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse waren, war das Buch gerade auf deutsch erschienen und ich habe mir vorgenommen, es zu lesen. Dass ich es letztendlich gehört habe, war ein glücklicher Zufall. Matthias Koeberlin ist ein brillianter Leser für diese Geschichte, er gibt den Charakteren echte Stimmen und versetzt den Hörer, je nach Kapitel des Buchs, nach New York, Las Vegas oder Amsterdam. Natürlich geschieht dies auch dank der reichen Sätze von Donna Tartt, die Umgebung, Personen und Gegenstände genau zu beschreiben weiß. Die Beschaffenheit eines Materials, die Maserung von Holz, der Geruch der Schreinerwerkstatt des Restaurators James Hobart, bei dem Theo in New York unterkommt, die Farbschattierung des Kunstwerks “Der Distelfink”, die Gefühlsregungen der Personen, alles ist wunderbar detailliert aufgeschrieben. “Alles an ihr war ein Schneesturm der Faszination”, so wird beispielsweise Theo’s Jugendliebe Pippa beschrieben.

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James Hobart, genannt Hobie, kümmert sich liebevoll um Theo und nimmt ihn bei sich auf. Dabei kocht er ihm nicht nur einmal eine leckere Mahlzeit, die stets einfach, aber gesund, sättigend und lecker ist. Vielleicht könnte das folgende Rhabarberkompott (endlich ist wieder Rhabarbersaison!) auch auf seinem Speiseplan stehen.

Zutaten für 4 Portionen

750g Rhabarber
5 EL Ahornsirup
1 Vanilleschote
1 TL grob gemahlener Kardamom
1 TL Speisestärke
2 EL Zitronensaft

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Den Rhabarber waschen und in 3-4cm große Stücke schneiden und mit Ahornsirup süßen. Hier kann auch mehr verwendet werden, je nachdem, wie süß das Kompott sein soll. Kurz ziehen lassen, dann in einem Topf zusammen mit der ausgekratzen Vanilleschote und dem Kardamom aufkochen. Circa 5 Minuten unter Rühren köcheln lassen.

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Die Speisestärke mit 1 EL Wasser anrühren und in den Topf geben, um das Kompott zu binden. Nicht mehr zu stark rühren und vom Herd nehmen. Schließlich den Zitronensaft zugeben. Das Kompott kann (kalt oder warm) zu Milchreis, Joghurt, Müsli, aber auch pur gegessen werden. Ich habe zwei Portionen in einem Marmeladenglas eingeweckt – dafür einfach das Glas heiß ausspülen und das fertige Kompott einfüllen, schließen und auf den Deckel gestellt abkühlen lassen.

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Donna Tartt: Der Distelfink
Hörbuch
ISBN: 978-3-442-31239-9

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