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Sprechen wir über Eulen – und Diabetes

David Sedaris’ Buch ist mir vor einigen Monaten schon als englischsprachiges Taschenbuch in einem Buchladen aufgefallen, zum einen wegen des Designs und zum anderen wegen des zugegebenermaßen seltsamen Titels. Warum sollte man über Eulen im Zusammenhang mit Diabetes sprechen?

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Sobald man aber weiß, dass es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt und die ersten Episoden gelesen hat, ist eines klar: Sedaris schreibt sehr, sehr unterhaltsam! Er entführt uns Leser in verschiedene Abschnitte seines Lebens. Auf seiner Kindheit in einem amerikanischen Vorort liegt dabei ein besonderer Fokus, er erinnert sich beispielsweise leider nur an die schlechten Dinge, die sein Vater zu ihm sagte, z.B. zehntausendmal “Alles, was du anpackst, geht schief.” Und auch 2008, als Sedaris’ Buch auf Platz eins der Times-Bestsellerliste steht, hat sein Vater nur folgenden Kommentar übrig: “Nun, auf der Liste des Wall Street Journal ist es nicht die Nummer eins.”

Er beschreibt Geschichten aus seiner Jugend, mit den ersten Jobs als Modell für Kunststudenten und in einem Naturkost-Restaurant und ohne eine Ahnung, was er eigentlich mit seinem Leben anstellen will. Und auch seine zahlreichen Reisen als Autor kommen nicht zu kurz. Er berichtet, dass er im Flugzeug gerne ein paar Sätze der Landessprache des Ziellandes mit dem Programm Pimsleur einstudiert. Dabei lernt er beispielsweise “Wir sind nicht von hier. Wir wollen Mineralwasser” auf Deutsch. Wie hilfreich, oder? Er beobachtet auch gern seine Mitreisenden und deren Kleidungsstil und Verhalten. Natürlich sind auch Eulen und Diabetes Themen seiner Erzählungen. Alle Geschichten sind in einer Art Tagebuchform verfasst und sind selten länger als 15 Seiten. Glücklicherweise nimmt sich Sedaris dabei nicht allzu ernst und weiß, dass seine Leser wohl keine Lust auf einen langen Roman, sondern auf Unterhaltung in Kurzform haben. Wer neugierig geworden ist… hier haben wir eine Leseprobe für euch!

Sedaris hat einige Zeit lang in einem Naturkost-Restaurant gearbeitet. Dazu ist mir der folgende Frühlings-Couscous-Salat eingefallen. Er besteht hauptsächlich aus frühlingsgrünen Zutaten aus dem Bioladen und vom Ökomarkt.DSC_0858

Zutaten für zwei Portionen

1 Tasse Couscous
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
Olivenöl
1 kleiner Fenchel
6 Stangen grüner Spargel
1/2 grüne Paprika
1 Handvoll Zuckerschoten
1 Handvoll frischer Baby-Blattspinat
1/2 Avocado
100g Mozzarella
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Olivenöl mit Zitrone
Basilikum
nach Geschmack: Tomaten, Bärlauchpesto

Den Couscous nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen, auflockern und abkühlen lassen. Knoblauch und Ingwer klein hacken, Fenchel, Spargel, Zuckerschoten und Paprika klein schneiden. Den Spinat waschen und grob hacken. Nun Knoblauch und Ingwer in einer Pfanne in Olivenöl anschwitzen und Fenchel, Spargel, Zuckerschoten und Paprika zugeben. Nach 4-5 Minuten Spinat ebenfalls dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Das Gemüse sollte noch ein bisschen Biss haben, wenn ihr die Pfanne vom Herd nehmt. Nun den Mozzarella klein schneiden und einige Blätter Basilikum hacken. Die halbe Avocado kann nun auch noch geschnitten werden. Couscous und Gemüse in einer großen Schüssel mischen und Olivenöl mit Zitrone (Menge nach Geschmack) zugeben. Schließlich Basilikum, Avocado und Mozzarella unterheben. Da meine Mitbewohnerin gerade Bärlauchpesto gemacht hatte, habe ich noch 2-3 TL davon auf den Salat gekleckst und außerdem ein paar Kirschtomaten – sehr lecker! Der Salat lässt sich sehr gut vorbereiten, hält sich mindestens 2 Tage im Kühlschrank und schmeckt sowohl warm als auch kalt.

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David Sedaris: Sprechen wir über Eulen – und Diabetes

ISBN: 978-3-89667-506-4

Ein besonderes Dankeschön geht an Randomhouse/Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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